sprint2@studiohö
Im studio hö wird der urbane Puls Karlsruhes sichtbar gemacht. Der Raum befindet sich an der Schnittstelle zwischen dem Wissenszentrum des KIT Karlsruhe, dem Gässchen des Rotlichtviertels und dem Eingang zur Oststadt – ein Ort der Vielfalt, der Ideen und kreativen Ausdruck fördert. Studierende erhalten die Gelegenheit, eine künstlerische, mediale Bespielung des Raums vorzunehmen und dabei mit Masterclasses und einem Materialkostenzuschuss unterstützt zu werden.
Die markante Architektur des Gebäudes bietet nicht nur einen einzigartigen Rahmen für kreative Prozesse, sondern macht diese durch große Schaufenster transparent und erlebbar. Hier können Studierende ihre künstlerischen Visionen und Ideen in einem lebendigen, öffentlichen Raum zum Leben erwecken.
sprint2@studiohö wird für eine Dauer von drei Monaten durch die Hoepfner Stiftung, die UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe (UCCoMA) und die Stadt Karlsruhe ausgeschrieben. Die Teilnehmer:innen profitieren von einer mietfreien Nutzung des Raums sowie 1.500 € Materialgeld, um eine künstlerische Arbeit und Ausstellung zu realisieren, die hochschulübergreifende Ideen und Zusammenarbeit fördert. Ziel ist es, dem künstlerischen Nachwuchs in Karlsruhe einen temporären Ausstellungsort zu bieten, der als Plattform für Vernetzung, Weiterentwicklung und Austausch dient und die künstlerische Praxis als Wissensquelle vertieft.
Eine erste Etappe des sprint2@studiohö ist eine Präsentation im Rahmen des Kunstrauschen im Rahmen der art Karlsruhe am 6. Februar 2026.
Zum Ende des Programms wird eine Abschlussausstellung stattfinden, in der die Ergebnisse der intensiven drei Monate mit professioneller Unterstützung von Kunst-Mentor:innen, Kurator:innen und Künstler:innen der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Das Projekt Unser VERLAG
Verlag für Experimente, Randerscheinungen & Lokalem Austausch von Gedrucktem
– Verlag, Werkstatt und Austauschort –
Für den Zeitraum der Bespielung verwandeln wir das studio hö in eine Walk-in-Werkstatt, in der jede*r dazu eingeladen ist herein zu kommen, zu entdecken oder etwas zu kreieren. Der Fokus unseres Verlags liegt auf Zines, kleine, selbstgemachte und -publizierte Hefte.
Dadurch kann Sichtbarkeit für Themen geschaffen werden, die die Menschen bewegen – unabhängig einer Selektion durch / Relevanz für größere Medien. Unmittelbar, niedrigschwellig und selbstwirksam. Vor Ort gibt es Inspiration und Unterstützung für den Entstehungsprozess sowie die Möglichkeiten durch einfachen Druck oder Kopien die entstandenen Hefte in geringer Auflage zu vervielfältigen. Durch Zines als Medium, das von jedem einfach genutzt werden kann, können wir gemeinsam die Sichtbarkeit von Themen, die woanders unsichtbar bleiben, VERVIELFÄLTIGEN.
Zu der Infrastruktur und den Angeboten die wir dafür entstehen entstehen lassen gehören: Zine-Werkstatt, Zine Austausch Bibliothek & Kiosk, Workshops (zB mit thematischen Rahmen), Offener Treff, Lesungen/Vorleseabende.
Sichtbarkeit und Interventionen im Stadtraum: Essentieller Teil des Projektes ist ebenfalls Vermittlung. Das Thema schwingt bei all diesen Vorhaben mit und wird auch durch folgende zwei Fragen relevant, deren Beantwortung mit Teil des Projekts ist:
Wie finden die Leute zu uns?
Wegweiser im Stadtraum, Aushängeschilder, Plakate, Schatzkarten, unerwartete Einladungen
Wie finden unsere Zines zu den Leuten?
Im Rahmen des Projekts werden wir auch Augenmerk darauf legen wo und wie Zines Platz finden könnten. Kleine Bibliotheken/Schränke im Stadtraum die als Tausch oder Verschenke-Regale Raum bieten sowie Cafes/Schulen/DritteOrte/Bibliotheken die Platz bieten, um Zines auszulegen.
Einladen würden wir gerne: Passant*innen, Senior*innen-Gruppen, Kindergarten- und Schulklassen, Einrichtungen des stja…
Kurzporträts sprint2 Stipendiat:innen
Rosa Deutsch
In einer Welt, in der man durch tägliche Nutzung von Social Media, Werbung und Entertainment Programmen mehr und mehr zum Konsumenten wird, möchte Rosa Deutsch durch ihre Praxis nicht noch mehr erschaffen, das von Leuten konsumiert werden kann, sondern statt anseh-barer Kunst interaktive Erlebnisse kreieren. Spielerische Situationen und Installationen sollen Menschen einladen, die Rolle der Zuschauenden zu verlassen und selbst zu Handelnden zu werden.
Gemeinschaftsstiftung, Utopie-Erleben und das Experimentieren mit Vorstellungskraft sind ein roter Faden, der sich durch ihre Kunst zieht. Ein Schwerpunkt stellen dabei Interventionen im öffentlichen Raum dar, denn ihre Kunst gehört mehr in den Alltag der Leute als in Galerien.
Rosa Deutsch studiert Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Lilly Oehler
Lilly Oehler studiert an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und beschäftigt sich einerseits in ihrer Malerei mit Lost Places. Diese Orte dienen als Fenster in die Vergangenheit, versetzen uns in eine andere Zeit während sie gleichzeitig dem unaufhaltsamen Lauf der Zeit ausgesetzt sind. Sie zerfallen und werden von der Natur oder menschlichen Eingreifen wie Vandalismus zurückerobert.
Parallel dazu entwickelt sie kulturelle und partizipative Formate, um Begegnung und Austausch zu fördern: Sie baute einen Aufenthaltsraum an der Akademie, veranstaltet Events, kocht und lädt zu gemeinsamen Essen ein, eröffnet spontane Cafés und organisiert Interventionen, die von den Menschen die an ihnen teilnehmen mitgestalten werden können. Ihr Ziel ist es, sowohl innerhalb ihrer Uni, der Stadt aber auch darüber hinaus Räume zu schaffen, die Platz für Begegnungen und Austausch geben.
Bingzhen Zhou
Bingzhen Zhou ist Student und Schriftsteller und beschäftigt sich mit den Schnittstellen zwischen Worten, Sprache, Menschen und dem urbanen Alltag.
In seinen Werken verbindet er poetische Beobachtungen, Übersetzungen und Kartierungen, um verborgene Geschichten aufzudecken und die wahren Bedürfnisse dahinter zu ergründen. Sein besonderes Interesse gilt dabei kollaborativen Kreationen, Kleinverlagen und partizipativen künstlerischen Prozessen, die Menschen und Orte miteinander verbinden. Bingzhen Zhou studiert am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) Technologie und Management im Baubetrieb (M.Sc.)